Matterhorn Focus, Zermatt
Mit dem Hotel Matterhorn Focus in Zermatt hat sich das junge Gastgeberpaar Sonja und Christian Noti einen Traum erfüllt. Äusserlich erinnern ihre drei Hotel-Bauten mit 30 Zimmern an emporragende Bergspitzen. Die Fassaden bestehen aus lasiertem Tannenholz und Glas.
Verantwortlich für das architektonische Design ist das Architekturbüro «Heinz Julen Idee». Die Inneneinrichtung trägt denn auch die typische Handschrift des Zermatter Designers Heinz Julen. Die verspielten Leuchten, Sofas und Betten wurden vom Künstler eigens für das Hotel entworfen. Die Betten sind aus Nussbaumholz und Eisen gefertigt und schweben auf einem mit Tapete überklebten Glassockel, welcher abends hinterleuchtet wird. Die Stühle
und Sessel sind aus Leder oder mit Kuhfell überzogen. «Alle Materialien entsprechen der Bergwelt. Sie sind sec und mit klaren Linien», sagt Heinz Julen. Deswegen spielt er im Frühstücksraum mit Sichtbeton an Wänden und Säulen. In den Zimmern hat er die Gipswände und Decken mit einer Lasur behandelt, um das weisse Material besser hervorzuheben.
Eine besondere Attraktion sind die freistehenden Badewannen in den Suiten. Wer darin badet, geniesst gleichzeitig eine wunderbare Sicht auf die Berge oder auf die Kabinenbahn, welche direkt vor dem Fenster vorbeischwebt. So nah, dass die Passagiere von der Wanne aus erkennbar sind. Von aussen her sind die Fenster bei Tageslicht allerdings blickdicht.
Hotel Euler, Basel
Bevor die Manz Privacy Hotels AG das Hotel Euler renovierte, befragte das Management die Stammgäste. «Es stellte sich heraus, dass unsere Kunden Wert auf ein grosses Bett und einen grosszügigen Schreibtisch legen», sagt Alexander Manz, Leiter Strategy and Development der Manz Privacy Hotels. Die neuen Betten und Tische im Hotel Euler bestehen deshalb aus dunkler chinesischer Eiche und kommen dementsprechend massiv daher. Für eine warme feminine Note sorgen die hellen Teppiche sowie die golden schimmernden, mit chinesischen Mustern verzierten Bettdecken und Vorhänge.
Diese Mischung aus maskuliner und femininer Innenarchitektur verwenden die für die Gästezimmer verantwortlichen italienischen Designer Barbara Casati und John Salamini im ganzen Gebäude als zentrales Element. In der Lobby, die durch den Schweizer Architekten Alex Picciati gestaltet wurde, ergänzt sich der weisse Marmorboden mit dunklen Tischen und klaren Linien, dazu gesellen sich kupferrote Sessel.
Eine Besonderheit ist die neue Eulerbar, welche sich auf zwei Seiten hin öffnet. Die eine Hälfte führt in die Lobby, wo noch bis im April 2010 geraucht werden darf. Die andere Seite der Bar ist Bestandteil des Euler-Restaurants und ist für die Nichtraucher reserviert. Farblich ist die Bar schlicht gehalten, in weichen Sand- und Erdtönen.
Carlton, Zürich
Das Restaurant Carlton an der Zürcher Bahnhofstrasse ist bekannt für Afterwork-Parties, eine hochstehende Küche und für einen riesigen Weinkeller. Seit Anfang Jahr zeigt sich das Restaurant in völlig neuem Gewand, in den Farben Bronze, Gold und Aubergine. Nach wie vor wird die Inneneinrichtung dem Art-Déco-Stil gerecht. Die Lounge beim Eingang ist mit zwei langen Holztischen und goldenen Würfel-Sitzhockern eingerichtet. Sie wird durch eine bronzefarbene Glasscheibe, welche mit Ornamenten verziert ist, abgetrennt.
Den Wänden entlang reihen sich in Halbkreisen die Polster in auberginefarbigem Velours. Diese Nischen sorgen für behagliches Zusammensein der Gäste an den runden Tischen. Dazu gesellen sich die braunen Ledersessel mit eingenähtem Carlton-Logo auf der Rückenlehne. Die neue Theke, welche in eine Bar umgewandelt werden kann, ist von Hand geschmiedet und mit Bronze veredelt. Sie kommt vor der sandfarbenen Wand mit Mustern aus goldigen Mosaiksteinchen gut zur Geltung.
Für die Innenarchitektur ist Günter Thöny aus Liechtenstein verantwortlich. Zusammen mit dem Österreichischen Fotografen Werner Branz fertigte er zwei überdimensionale Wandfotografien einer jungen Frau an. Das abgebildete Mädchen sei ein unbekanntes Modell aus Ibiza, das er wegen seiner Ausstrahlung ausgewählt habe, so der Künstler.
Ausgabe 2/2009


