Was wäre, wenn Köche die Küche ihrer Träume bauen könnten? Salz&Pfeffer hat zwei Köche gefragt. Zwei Küchenbauer haben den Traumküchen die Struktur gegeben – und den Preis. Eine Geschichte darüber, was wäre, wenn alles möglich wäre ...

Text: David Höner/Illustration: Rolf Willi


Tyna Bajinski:
«Ich möchte beweglich sein.»

Kochen ist eine kreative Dienstleistung. Das Bauen von Küchen eine technische. Weil beim Kochen Kreativität, Lebensfreude und Genuss im Vordergrund stehen, bleiben die harten Tatsachen wie Rendite, Kostenaufwand und Wirtschaftlichkeit Sache der Küchenbauer. Diese scheinen das Phänomen zu kennen und prüfen die Küchenträume nicht nur auf Machbarkeit, sondern halten auch den einen oder anderen Ratschlag bereit. Machbar ist eigentlich alles, sofern das notwendige Kapital bereitsteht, wie das Beispiel Grand Hotel Dolder zeigt.


Jann Hoffmann: «Ich möchten den Leuten zeigen, was es heisst, zu kochen.»

Grenzen setzten wir keine, als wir eine Köchin und einen Koch baten, für uns zu träumen und ihre Wunschküche frei nach Lust und Bedürfnis auszumalen. Das Ganze ist ja nur hypothetisch gemeint, und Träumen ist bekanntlich gratis. Jann Hoffmann musste seine Küche denn zweimal zeichnen und Tyna Bajinski überlegte sich ihre Idee auch doppelt. Schliesslich sind Köche oftmals auch Handwerker und sehen den Küchenboden, auf dem sie stehen. Doch die grosse Sehnsucht nach einem kulinarischen Himmel, in dem man kochen darf, wo es alles gibt und in dem man sich für einmal nicht mit den Kosten herumschlagen muss, steckt in beiden. So wie in den Kindern die Sehnsucht nach dem Schlaraffenland. Wer weiss, was herausgekommen wäre, wenn die Küchenbauer Zürcher und Küng diese Traumküchen gebaut hätten. Das wäre eine andere Geschichte. Für uns haben auch sie die Küchen nur hypothetisch gebaut, dafür aber mit Kostenvoranschlag.

Die beiden Träumer hielten sich zurück. Keine Küche im Zeppelin und keine psychodelische Küche nach Salvador Dalí. Es sind zwei Modelle entstanden, die verschiedener nicht sein könnten. Doch eine Gemeinsamkeit gibt es. Beiden ist es ein Anliegen, ihre Kunst zu zeigen, zu zeigen, wie sich was und warum zusammensetzt.

Vollständiger Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Salz&Pfeffer.

Ausgabe 5/2009

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