Service im Altersheim-Restaurant
Nadja Heimlicher wollte eigentlich nur eine Diplomarbeit schreiben. Die war dann allerdings so gut, dass sie den Förderpreis des Schweizer Verbandes für Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie (SVG) erhielt. Aus der Diplomarbeit ist inzwischen ein Leitfaden in Form einer Broschüre entstanden.
Der handliche Leitfaden ist für CHF 23.− beim SVG erhältlich.
Nadja Heimlicher, Diplomandin der Hotelfachschule Thun, hat den letztes Jahr erstmals verliehenen Förderpreis des Branchenverbandes SVG erhalten. Heimlichers Arbeit mit dem Titel «Service im Altersheimrestaurant» überzeugte die Förderpreis-Jury dank ihrer Branchenrelevanz und Praxistauglichkeit. Das Ergebnis der Arbeit ist ein Leitfaden, welcher Service-Mitarbeitenden im Altersheim wertvolle Tipps für den Umgang mit älteren Gästen gibt.
David Lienert, Vorstandsmitglied des SVG und Jury-Mitglied des Förderpreises, begründet die Prämierung von Nadja Heimlicher wie folgt: «Die Arbeit ist professionell erarbeitet und die Umsetzung des Leitfadens ist sehr gut gelungen. In Bezug auf die Branche weist sie eine hohe Relevanz auf. Der Leitfaden kann zudem überall eingesetzt werden und hilft den Service-Mitarbeitenden in Altersheimen jeglicher Art.»
Für ihre Arbeit erhielt Nadja Heimlicher vom SVG eine Preissumme von 1000 Franken. Damit aber nicht genug. Weil der erstellte Leitfaden für Mitarbeitende im Altersheim absolut praxistauglich ist, hat der SVG in Zusammenarbeit mit der Autorin eine 33 Seiten lange Broschüre erstellt. Diese ist übersichtlich gestaltet und beim SVG für 23 Franken erhältlich.
Etwas stolz sei sie schon, dass sie den Preis für die beste Diplomarbeit im Bereich Spital-, Heim- und Gemeinschafts-
gastronomie gewonnen habe, sagt Nadja Heimlicher. Sie sitzt auf der Terrasse des Alterszentrums Elfenau Park in Bern – an dem Ort, wo sie den Entschluss gefasst hat, einen Leitfaden für den Service im Altersheim-Restaurant zu verfassen, nachdem sie dort ihr 6-monatiges Juniorkader-Praktikum absolviert hat. «An einen Preis habe ich nie gedacht, ich wollte einfach etwas erarbeiten, das für möglichst viele Menschen von Nutzen ist», ergänzt sie.
Und das hat sie in der Tat. Ihre Diplomarbeit für die Hotelfachschule Thun zeigt nämlich nicht nur die Probleme auf, mit denen die Service-Angestellten in Altersheimen konfrontiert sind, sondern präsentiert gleichzeitig auch Lösungsansätze in Form eines Leitfadens.
In ihrem Praktikum im Wohn- und Dienstleistungspark El-
fenau Park war Heimlicher eigentlich für die Umorganisation des Empfangs und für weitere strukturelle Planungen zuständig. Gleichzeitig hatte sie aber die Chance, die täglichen Probleme der Service-Mitarbeitenden hautnah mitzuerleben. «Es kam hin und wieder zu Missverständnissen zwischen den Gästen und den Service-Mitarbeitenden, weil die Gäste zum Beispiel unter Seh- oder Hörbehinderungen leiden», so Heimlicher.
Ihren Leitfaden zum Umgang mit Gästen im Altersheim hat sie verfasst, damit auch jüngere und unerfahrene Mitarbeitende in Zukunft besser gewappnet sind, wenn Probleme auftauchen, die mit der Behinderung oder Demenz alter Leute zusammenhängen.
Vollständiger Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Salz&Pfeffer.
Ausgabe 5/2009

