Zahltag
Zum dritten Mal führte der Schweizer Verband für Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie (SVG) eine Salärumfrage in der Branche durch. Die Beteiligung war erfreulich hoch und die Ergebnisse deshalb aussagekräftig.
Wie viel erhält der Betriebsleiter? Welchen Bruttolohn hat der Sous-Chef? Zum dritten Mal, nach 2001 und 2005, befragte der SVG die Branchen-Mitglieder mittels einer Umfrage nach deren Salärpolitik. Im Gegensatz zum ersten Anlauf im Jahre 2001, wo nur gerade 53 Betriebe antworteten, und zur zweiten Umfrage im Jahr 2005, wo 59 Antworten eingingen, war die Beteiligung dieses Jahr hoch. Insgesamt 395 Betriebe sandten detaillierte Zahlen ein. 80 Prozent der Fragebogen wurden von Caterern, 20 Prozent von unabhängigen Betrieben ausgefüllt. An der Umfrage beteiligten sich nicht nur SVG-Mitglieder, sondern auch zahlreiche Nicht-Mitglieder.
Wer seinen Mitarbeitern nun den grössten Lohn bezahlt, gibt der SVG nicht preis. Denn die Zahlen sind vertraulich und wurden grösstenteils anonym eingereicht. Trotzdem sagen die kumulierten Zahlen im direkten Vergleich Interessantes aus.
Grosse Gehaltserhöhung (siehe Grafik oben)
Die Löhne in den unabhängigen Betrieben sind merklich angestiegen. Nur 30 Prozent der befragten Betriebsleiter verdienten im Jahr 2005 mehr als 8000 Franken im Monat. Heute verdienen rund doppelt so viele Betriebsleiter diesen Höchstbetrag. Bei den Küchenchefs stiegen die Löhne ungefähr im gleichen Verhältnis an. Verdienten in den Jahren 2001 und 2005 nur 44 Prozent der Küchenchefs mehr als 6500 Franken im Monat, sind es 2009 bereits 74 Prozent. In den anderen Berufen und im Stunden-Lohn stiegen die Löhne ebenfalls an. Ein direkter Vergleich zu den vergangenen Jahren ist aber nicht machbar, da die Lohnstufen in den Umfrageblättern gegenüber 2001 und 2005 leicht angehoben wurden.
Care-Institutionen bezahlen besser
Grosszügig werden die Betriebsleiter und Küchenchefs in Care-Betrieben, also Spitäler und Heimen entlöhnt. Die Differenz zu den Gehältern im Bereich Business ist auffällig gross. 71 Prozent der Betriebsleiter im Care-Bereich verdienen laut Umfrage mehr als 8000 Franken pro Monat, während dies nur für 5 Prozent der Mitarbeiter in der gleichen Position im Business-Bereich gilt.
Bei den Küchenchefs in Care-Institutionen sind es gar 84 Prozent, welche die «Höchstmarke» von «mehr als 6500 Franken» erreichen. Nur gerade 9 Prozent ihrer Berufskollegen aus dem Bereich «Business» erhalten ebenfalls 6500 Franken oder mehr.
Dasselbe Bild spiegelt sich in den Salären der Hilfsköche. Währenddem 29 Prozent der Hilfsköche in Care-Betrieben mehr als 4400 Franken verdienen, erhalten diesen Betrag
in den anderen Bereichen nur 13 Prozent der Hilfsköche.
Vollständiger Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Salz&Pfeffer.
Ausgabe 6/2009

