La Vida, Unterägeri (ZG)
La Vida, das Lokal im Einkaufszentrum Chilematt in Unterägeri, wird diversen Ansprüchen gerecht. Durch eine ausgeklügelte Raumaufteilung bietet es einerseits ein gemütliches Café, ein Restaurant, eine moderne Lounge sowie eine Bar. Mit Ausnahme einiger Barock-Elemente, besteht das Interieur aus graden Linien und kubischen Formen.
Die Wandverkleidungen sowie die meisten Tische und Stühle sind aus dunkler, sägeroher Eiche gefertigt. In den Wänden hinter der Bar und in der Lounge sind golden ausgekleidete Nischen eingelassen. Auch die Decke erscheint im Licht golden schimmernd, besteht jedoch aus hellbeige gespritzten Holzwolle-Platten.
Auf dem Fussboden windet sich in dunkler Farbe ein Tattoo. Als Untergrund haben die Gastrodesigner der Barmade AG einen grauen Zement ausgewählt, welcher mit einem lehmig-schlammig-farbenen Steinöl behandelt ist, eine Farbe, die eigens für das La Vida kreiert wurde.
Im Zentrum des Lokals stehen Tische und runde Sessel in diversen Pink-Tönen. Die Tische mit dezenten Barock-Mustern an den Kanten wurden aus MDF-Faserplatten gefräst und anschliessend struckturlackiert. Darüber prangen modern interpretierte Leuchter aus schwarzem Plexiglas. Abends wird das Lokal vorwiegend mit dimmbaren Halogen-Lampen und spezifisch ausgerichteten LED-Spots ausgeleuchtet, am Morgen ist das Licht hell und frisch dank FL-Beleuchtung.
Riverside, Zweidlen
In der ehemaligen Garn-Spinnerei an der Glatt bei Zweidlen (ZH) ist in 18 Monaten Umbauzeit das Business-Hotel Riverside entstanden. Auf einer Gesamtfläche von rund 8000 Quadratmetern bietet der Gebäudekomplex drei Restaurants, Seminarmöglichkeiten, eine Bowlingbahn sowie zusätzliche Gewerberäume. Die Grundstruktur der über 140-jährigen Fabrik wurde wo immer möglich beibehalten, jedoch dezent mit modernen Elementen ergänzt. Durch alle Räume zieht sich die Farbe Rot, entweder an der Decke oder an den Wänden. Nur im Hotelkorridor und den 44 Hotelzimmern spielen zusätzliche Farbelemente mit.
Das Restaurant Kesselhaus präsentiert sich in Brauntönen und mit Eichenholzmobiliar. In der Ecke thront ein riesiger, ausgedienter Kessel, in dem der Stammtisch steht. Nebenan befindet sich das Fine-Dining-Restaurant Turbinenstube. Es ist dezent gestaltet, mit wenig Schnickschnack, aber einem auffälligen Rosenblüten-Leuchter ausgestattet. Ausschliesslich die Bowlingbahn und das Restaurant Pipapo (Pizza, Pasta, Pollo) wurden in modernem Stil neu dazugebaut.
Der alte Turbinenraum, in dem früher mittels Wasserkraft Energie erzeugt wurde, beherbergt heute den Weinkeller. Im grossen Bankettsaal ist die alte, gewölbte Backsteindecke versiegelt und nur mit einem schlichten Akustik-Element ergänzt worden. Auch die 20 Original-Säulen konnten erhalten bleiben, was dem grossen Raum einen reizvollen Charakter verleiht.
Salzhaus, Solothurn
Text: Tobias Hüberli
Urban, modern, aber gleichzeitig ein Ort, an dem man exquisit essen kann, mit einer professionellen, freundlichen Bedienung, also ohne den schnoddrigen Jura-Studenten, der einen ungefragt duzt und beim Servieren nonchalant mit dem Rotwein kleckert: so lautet die Grundidee des Restaurants Salzhaus in Solothurn.
Für das gute Essen sorgt Chefkoch Christian Härtge mit einer gepflegten Terroir-Küche, in der das Thema Salz eine Sonderstellung geniesst. Für das urbane und moderne Ambiente zeichnen derweil die Konzeptberater Martin Volkart und Ueli Wüthrich sowie die Architekten Edelmann&Krell verantwortlich.
Die Mauern des ehemaligen Salzmagazins aus dem 16. Jahrhundert sind erhalten geblieben, werden aber durch massive Betonstützen eingerahmt. Im Entree teilt eine Bar aus geöltem Eichenholz und hinterleuchteten Ornamentblechen den Raum in zwei Teile. Die filigranen Metallleuchter sind Spezialanfertigungen des Luzerner Leuchtenbauers Szarka, Stühle und Tische haben die Architekten Edelmann&Krell gleich selbst entworfen.
Sehenswert ist auch der dritte Raum des Salzhauses. Das ehemalige Kellergewölbe ist mit einer hellen Stuckatur-Decke, einer dunklen Holzverkleidung sowie einem mit Ornament verzierten Steinboden ausgestattet worden und kann leicht mit dem Innenleben eines Schmuckkästchens verwechselt werden. Im Sommer gibt die Terrasse dann direkt den Blick zur Aare frei.
Ausgabe 1/2010

