Negishi, Zürich

Text: Regula Lehmann

Mit seinem dritten Negishi kommt Fredy Wiesner nach Zürich ins Niederdorf, nachdem sich das Konzept in Basel zweifach bewährt hat. Es ist japanisch und bietet frische Sushi und andere fernöstliche Köstlichkeiten. Für die Innenarchitektur zeichnet René Künzli, Gastrokonzepte & Design, Luzern, verantwortlich. Er hat die Räumlichkeiten in drei Bereiche eingeteilt, einem Barbereich, wo auch die Sushi frisch zubereitet werden, einem Bereich mit Tischen für die schnelle Verpflegung und einer gemütlichen Sitzecke, wo die Gäste auf einer erhöhten Tribüne an eingelassenen Tischen sitzen. Farbige Sitzkissen (von Keiko-Design, Luzern) und schwarze Sitzschalen dienen als Polsterung und Rückenstützen beim längeren Verweilen.

Die Tribüne, Tische und Böden sind aus Bambus gefertigt, was dem Raum eine authentische Ambiance verleiht. Die Wände sind in gebrochenen Rot- und Grüntönen gestrichen, die Decke in edlem Silberton. Die Deko ist absichtlich zurückhaltend platziert, um den Raum nicht zu überladen. Wer sein Auge aber mit der nötigen Aufmerksamkeit durch den Raum streifen lässt, entdeckt hier eine japanische Steinlaterne und da eine hohe, schmale rote Lampe sowie einige japanische Schriftzeichen, welche in Silberfarbe an die Wand gepinselt sind und welche je nach Perspektive besser oder schwieriger entdeckt werden.

Spescha, Lenzerheide

Als das Hotel Spescha auf der Lenzerheide vor 20 Jahren gebaut wurde, entstand darin nebst der Bündnerstube ein Café-Tearoom mit eigener Konditorei im Wiener Stil, gestaltet mit Nussbaumholz, viel Messing und schweren Vorhängen. Die Gewohnheiten der Touristen und Einheimischen haben sich mittlerweile geändert, deshalb wurde das Konzept letztes Jahr angepasst. Aus dem Kaffeehaus machten die Besitzer Nora und Marcel Spescha, das alpine Restaurant, namens «Ustria».

Entstanden ist ein gemütliches Lokal in modernem Alpin Chic mit natürlichen Materialien. Der Raum ist durch schlichte Glas- und Holzelemente zweigeteilt. Hinten befindet sich eine Lounge für zehn Personen, in der Mitte eine Bar, Hochtische und der Stammtisch. Die Bar sowie das gesamte Mobiliar bestehen aus massiver Eiche, ebenso das Parkett.

Die Lounge ist mit gemütlichen Stoff-Sesseln und einem olivgrünen Ledersofa eingerichtet. Dazu kommen Eichen-
baumstrünke mit eingelassenen Chromstahlplatten, welche als Loungetische dienen. Im Restaurant dominieren warme Erdfarben. Einige Wände sind mit massiven Granitsteinbrocken verkleidet.

An der Decke prangen lange, hochgestellte Bretter aus Tannenholz zur Dekoration. Dazwischen sind LED-Leuchten angebracht. Ein Leuchter aus Hirschstangen und das an der Steinwand angebrachte Steinbockgehörn verleihen dem Raum die nötige Berg-Ambiance.

Bellevue, Ittigen-Bern

Das Restaurant Bellevue in Ittigen bei Bern wurde im Februar 2010 von der Ossobukko AG gepachtet und sogleich umgestaltet. Das Gebäude mit seinen drei Stockwerken bietet Platz für 140 Gäste. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Gaststuben, im Obergeschoss ein À-la-carte- und Bankettbereich sowie eine Smoker’s Lounge. Im zweiten Obergeschoss sind zwei Meetingräume à  40 und 8 Plätze. Das Restaurant Bellevue ist im Jugendstil gebaut. Vor zwei Jahren kam ein kubischer Beton-Anbau hinzu, welcher ebenfalls als Gaststube genutzt wird.
 
Die Mischung aus Alt und Neu hat die Ossobukko AG in die Innengestaltung einfliessen lassen. Das Farbkonzept ist durchwegs klassisch in den Farben Schwarz, Weiss und Braun. Die Möbel aus der Ossobukko-Eigenproduktion bestehen aus Massivholz, die Tische aus Eiche und die Stühle aus Buche. In den Meeting-Räumen besteht das Interieur aus USM-Haller Möbeln.

Die Eiche als Bodenmaterial ist in beiden Gebäudeteilen vorhanden und verbindet damit Alt und Neu zu einem Ganzen. Die Akzente setzt Ossobukko mit der Beleuchtung. Im alten Gebäudeteil zieren alte Leuchter die Decken. Im neuen Teil finden sich kreative Design-Lampen von Foscarini.

Kulinarisch erhält der Apero einen hohen Stellenwert. Bergkäse, hausgemachte Tapenaden, Cashewnüsse und Oliven sollen die Gäste auf das folgende Menu einstimmen. Zum Hauptgang werden Klassiker wie Fleischkäse, Riesenschnitzel, Flammkuchen und verschiedene Grillgerichte gereicht.


Ausgabe 3/2010

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