Hotel Vitznauerhof, Vitznau
Das über 100 Jahre alte Hotel Vitznauerhof am Vierwaldstättersee erstrahlt nach umfassendem Umbau in neuem Glanz und wurde im Mai 2010 wiedereröffnet. Im Jahr 2001 erhielt das Haus die Auszeichnung als historisches Hotel des Jahres. Bei der Hochwasserkatastrophe im August 2005 wurde es aber stark beschädigt und musste den Betrieb einstellen.
Die neue Besitzerin Pensionskasse Pro liess es durch das Generalunternehmen Aula AG aus Cham renovieren. Für das Konzept der Neugestaltung zeichnet der Innenarchitekt Günther Thöny aus Schaan, Liechtenstein, verantwortlich. Dieser beliess die bestehende Architektur sowie die historische Bausubstanz und frischte die Fassade des imposanten Gebäudes mit fröhlichen roten Fensterbemalungen auf. In den 53 Zimmern wählte er eine zurückhaltende Farbzusammensetzung aus weiss, hellgrau und schwarz. Die geräumigen Badezimmer mit begehbaren Duschen bestehen aus schwarzem Marmor und grauer Steinoptik.
Im Restaurant Inspiration sowie im Festsaal im Erdgeschoss wurden die Stuckaturen an der Decke belassen und die Wände in zarte Farben Weiss, Beige und Grau getüncht. Der antike Fischgräteholz- boden gibt dem Raum zusätzliche Patina. In der Lobby zieren die Malereien, barocke Engel auf himmelblauem Grund, die Decke.
Der Vitznauerhof bietet neben einem wohltuenden Spa zudem das Gourmet-restaurant «Sens», welches sich im ehemaligen Bootshaus befindet. Dort verwöhnt Chefkoch Pascal Schmutz die Gäste mit exklusiven Gerichten.
Henris, BEA expo, Bern
Bis zur BEA expo 2011 werden alle gastronomischen Betriebe auf dem Berner Messegelände in der Hand der Gastronomiegruppe ZFV sein. Geplant sind insgesamt sechs Konzepte. Im April 2010 eröffnete das Henris Restaurant & Lounge als erster Betrieb. Es ist unabhängig von den Messen geöffnet und spricht mit der Lounge, der Café-Bar, dem bedienten Restaurant sowie der Event-Halle sowohl Geschäftsleute als auch Anwohner an.
Die Café-Bar im Henris lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Mit natürlichen Materialien wie Eichenholzparkett und Schiefersteinmauern wurde ein warmes Ambiente geschaffen. Die Beleuchtung ist dezent und besteht aus gläsernen Hängeleuchtern, welche mit Plexiglas eingefasst sind. Ein langer Messingtresen vor einer Steinwand bildet das Zentrum des Cafés, welches mit gemütlichen Schalen- und Schaukelstühlen ausgestattet ist.
Im angrenzenden Raum bietet das Restaurant 75 Gästen Platz. Während einer Messe kann es um weitere 200 Sitzplätze erweitert werden, an schönen Tagen kommt eine grosszügige Terrasse hinzu. Tische und Stühle sind aus massiver Eiche gefertigt. Für private oder geschäftliche Anlässe steht zusätzlich die sogenannte «Eventbox» zur Verfügung – ein kubischer Raum, welcher durchwegs aus massiver Eiche besteht und kunstvoll ausgeleuchtet ist.
Bis zur definitiven Eröffnung des neuen Gastronomiekonzepts der BEA im Frühling 2011 wird auf dem Messegelände weiter gebaut, das Henris bleibt in dieser Zeit geöffnet.
Im Viadukt, Zürich
Unter den Bögen des Eisenbahnviadukts im Zürcher Kreis 5 eröffnete am 4. September die «Markthalle». Diese gehört zur 500 Meter langen Einkaufsmeile namens «Im Viadukt», welche sich von der Limmatstrasse bis hin zu den SBB-Geleisen erstreckt. Die 53 Bögen des Viadukts wurden sorgfältig ausgebaut und beherbergen nebst der Markthalle auch Modegeschäfte, Ateliers und Restaurants.
Für das Projekt zeichnen die Brücken-inhaberin SBB, die Stiftung für preisgünstige Wohn- und Gewerberäume PWG und die Architekten EM2N verantwortlich.
Beim Umbau wurden die Bögen als Element mit einbezogen. Der Stein wurde schonend gereinigt und kommt nun als natürliches Dach in den Läden wunderbar zur Geltung. Dort, wo sich die beiden Viadukte gabeln, wurde der Zwischenraum überdacht. Darunter ist die rund 1900 m2 grosse Markthalle entstanden, und wird zu moderaten Preisen an verschiedene Lebensmittelhändler und Produzenten vermietet. Neben Fisch- und Fleischwaren finden sich auch Früchte, Gemüse, Weine, Öl, Käse, Eingemachtes und Non-Food-Artikel an den bunten Marktständen. Es sind mehrheitlich einheimische Produkte von kleinen Produzenten. «Wir haben die Aussteller sorgfältig ausgewählt und auf Regionalität gesetzt. Für einen spannenden Mix sorgen rund 20 Prozent der Aussteller mit einem exotischen Sortiment wie afrikanischen Früchten oder englischem Käse», so Claudio Fetz, Bereichsleiter Erneuerung und Vermietung der Stiftung PWG und Verantwortlicher für die Projektentwicklung.
Ausgabe 6/2010



