Townhouse, Zürich
An der Schützengasse nahe des Zürcher Hauptbahnhofs eröffnete im Juli das neue Boutique-Hotel Townhouse. Es liegt etwas versteckt in einem Geschäftshaus und bietet 19 Zimmer und zwei Suiten verteilt auf vier Stockwerken.
Das Townhouse besticht mit englischem Charme in moderner Interpretation. Jedes Hotelzimmer ist individuell eingerichtet, warm und farbenfroh gestaltet. Die Grundfarben bestehen aus ruhigen Tönen wie Braun, Beige, Gold oder Schwarz. Dazu wurden leuchtende Vorhänge, Decken und Kissen kombiniert, je nach Zimmer in den Farben Pink, Türkis oder Violett.
In allen Räumen besteht mindestens eine Wand aus farbiger Tapete mit üppigen Blumenmustern. Sie stammen aus der Kollektion von «Designers Guild» in London. Zudem sorgen kleine Details wie antike Tischlampen und Bronzefiguren für spannende Akzente.
Anstatt eines Restaurants bietet das Hotel einen «Living Room» zum gemütlichen Zusammensitzen an. Dort dürfen sich die Gäste an Bar und Kühlschrank gleich selbst bedienen. Das Angebot besteht aus diversen Getränken, Joghurt, Käse und ein paar weiteren Snacks.
Hotel Schweizhof, Lenzerheide
Eigentlich wollte das Hotelier-Ehepaar Claudia und Andreas Züllig-Landolt nur neue Betten für ihren Schweizerhof kaufen, als sie die Wohn- und Möbelausstellung «Neue Räume 09» in Zürich besuchten. Und sie wurden auch fündig, bei der deutschen Designmanufaktur Wittmann. Allerdings passte das neue, speziell gefertigte Bett weder zum Boden noch zum restlichen Mobiliar der Zimmer. «Wir entschlossen uns darum, es richtig anzupacken», sagt Andreas Züllig.
Also wurden dieses Jahr die 32 Zimmer im alten Teil des Hotels komplett renoviert und neu eingerichtet. Die gesamte Konzeptarbeit sowie die Ausführung übernahm das Gastgeberpaar gleich selbst.
«Zu Beginn des letzten Jahrhunderts verkehrten sehr viele Engländer im Schweizerhof, in den Zimmern wollten wir den englischen Stil modern interpretieren.»
Davon zeugen beispielsweise die karierten Vorhänge aus 100 Prozent Wolle von Aritex und der violette Sessel von Signet, der farblich einen Tupfer setzt zu den dominierenden, warmen Erdtönen. Neu und bemerkenswert ist der weiss geölte, leicht geräuchte Eichholzparkettboden. Dieser zieht sich nämlich bis in die Nasszellen hinein. Das Raumgefühl ändert sich schlagartig, man wähnt sich in einem grösseren Zimmer. «Wir haben den Boden einen Winter lang getestet, dank dem weiss pigmentierten Öl sind Wassertropfen nicht erkennbar.»
Art Deco Hotel Montana, Luzern
Zum 100-Jahr-Jubiläum machte sich das Art Deco Hotel Montana in Luzern dieses Jahr selber ein Geschenk und baute die sechste Etage zu luxuriösen Suiten aus. In den ehemaligen Mitarbeiterzimmern im Dachgeschoss des Hotels sind nun sechs luxuriöse und zum Teil zweistöckige Penthouse Spa Suiten mit fantastischer Aussicht über die Stadt Luzern entstanden. Auf der Dachterrasse vor den Zimmern befindet sich jeweils ein eigener Whirlpool.
Die verantwortlichen Architekten Guido Henzmann und Peter Hummel der Firma Ligno in-Raum AG aus Emmen gestalteten die zum Teil verwinkelten Räume farbenfroh und individuell, ganz im Stil des Art Déco Avantgarde. Es kommt einerseits ein kräftiges Violett und Kobaltviolett zum Tragen, andererseits gehen die Farben auch ins subtile Chrom- und Zitronengrün über. Die Sessel und Stühle sind mit verspielt gemusterten Textilien bezogen.
Eine Besonderheit der neuen Suiten ist die Raumbeduftung. Über das Belüftungssystem hat der Gast die Möglichkeit, sein Zimmer mit einem selbst gewählten, dezenten Duft in individueller Intensität beduften zu lassen. Die Duftauswahl umfasst vier Möglichkeiten: Sinnlichkeit, Entspannung, Lebensfreude und Jahreszeiten. Alle Düfte bestehen aus ätherischen Ölen und wurden explizit für das Montana entwickelt.
Ausgabe 7/2010



