Hotel Bad Bubendorf, Bubendorf

Text: Regula Lehmann/Fotos: Zvg

Das Hotel Bad Bubendorf hat innert vier Wochen den Wintergarten mit angrenzender Pergola, das alte Badhüsli sowie den Weinkeller umgebaut. Ziel war es, die Räume offener und heller zu gestalten. Dank den gläsernen Schiebetüren besteht neu eine Verbindung vom Wintergarten zur Terrasse. Zudem wurden die hölzernen Deckenelemente im Wintergarten entfernt, die Stützelemente neu verkleidet und in zartem Beige gestrichen.

Die Innenarchitektin Nicole Gottschall von Go Interiors Zürich besann sich beim Umbau der alten Geschichten um diesen Ort und inszenierte die Quelle in der Badgrotte neu mit einem Kalksteinbrunnen. Zudem liess sie das Element Wasser in ihr Farb- und Gestaltungskonzept einfliessen. Es dominieren zarte silbergrau-blaue Farben im Wintergarten. Auf einem von Hand gehobelten, weiss lasierten Eichenpark stehen dunkle Holztische mit Stühlen und Hochbänken, welche mit fein gemus­tertem Velour-Damask bespannt sind. Drei grosse runde Hängeleuchter mit Glaskristallen verströmen eine romantische Ambiance.

Die Decken-Stützbalken im Badhüsli wurden mittels Sandstrahler von den alten Farbanstrichen befreit, so dass die Holzstrukturen wieder zum Vorschein kommen. Der Boden ist mit dezent hellgrauen Feinsteinplatten ausgelegt und über dem grossen runden Tisch prangt ein neu interpretierter Rittersaalleuchter von Fontana Arte.

Schloss Salavaux, Salavaux

Das Schloss Salavaux stand bereits seit zehn Jahren leer und war dem Zerfall ausgesetzt, als es der ehemalige Treuhänder Martin Zbinden 2007 kaufte. Innert zwei Jahren baute er die Ruine zu einem prächtigen Schloss-Hotel um. Aufgrund des maroden Zustandes mussten die Architekten von Forum A tiefgreifende Massnahmen ergreifen und sämtliche Oberflächen sanieren oder ganz ersetzen. Das Ziel des Umbaus war, die Patina des fast 500-jährigen Hauses zu bewahren und sie dort, wo sie fehlte, neu einzubringen. «Die Rekonstruktion war kein einfaches Unterfangen, da durch einige unglückliche Umbauten früherer Besitzer die Seele des Schlosses nicht mehr überall greifbar war», sagt Martin Zbinden.

Gelungen ist es trotzdem. Die 17 Zimmer sind alle individuell gestaltet. Die Wände sind mit unterschiedlich eingefärbtem Kalkverputz versehen und erscheinen in feinen Lila-, Grün- und Fliedertönen. Dazu passend wurden antik gebaute Möbel aus Belgien, Frankreich und der Schweiz kombiniert. Wie es früher im Schloss üblich war, stehen auch heute die Waschbecken mitten im Schlafzimmer. Auch die Toiletten und Duschen sind nur dezent mit mattem Glas vom Schlafraum abgetrennt.
TV, Radio, Telefon und Internet sucht der Gast im Zimmer vergebens. «Darauf haben wir absichtlich verzichtet», so Zbinden, «einerseits, um den antiken Charme zu wahren und andererseits, um den Gäs­ten eine ruhige Oase zu bieten.»

Die Zeit kann man sich im Schloss auch anderweitig vertreiben. Den Gästen stehen nebst einer Bibliothek auch zwei Festsäle für grosse Feiern zur Verfügung sowie eine gemütliche Zigarrenlounge. Im Sommer lockt zudem ein schönes Gartenrestaurant.  

Not guilty, Zürich-Oerlikon

«Sorgenfreier, schneller Genuss», nach dieser Devise hat Roland Wehrle das Restaurantkonzept «not guilty» gegründet, welches bereits 2007 in Neu-Oerlikon in Zürich eröffnet wurde. Das Selbstbedienungsrestaurant bietet frische Salate, welche direkt vor den Augen der Gäste zubereitet werden, sowie Suppen und Sandwiches. Die Zutaten stammen vorwiegend aus nachhaltiger und biologischer Produktion.

Nach den Erfolgen des ersten Lokals hat das Jungunternehmerteam – seit 2008 ist Georg Lang als Geschäftspartner mit dabei – ein zweites «not guilty» im Airgate-Gebäude im alten Teil Oerlikons eröffnet. «Am neuen Standort haben wir die Idee vollständig übernommen. Nur das Farbkonzept des Lokals, die Angebote sowie die Kommunikationsmassnahmen haben wir leicht angepasst, nachdem wir die Bedürfnisse unserer Gäste in einer Umfrage erörtert haben», verrät Georg Lang.

Das Farbkonzept ist dank fein abgestuften Grau-braun-Tönen und gebrochenem Weiss an Wänden und Stühlen wärmer geworden. Am neuen Standort kann sich der Gast zum Essen zudem auf ein Podest zurückziehen oder sich je nach Vorliebe an hohe oder niedere Tische setzen. Damit die Wahl aus diversen Suppen und Salaten leichter fällt, sind die Angebote gut lesbar über der Theke angeschrieben und mit Bildern unterstützt.

Weitere «not guilty» sollen bald in anderen Schweizer Städten eröffnet werden. «Wir prüfen zurzeit mehrere neue Standorte für weitere Lokale», bestätigt Roland Wehrle.

Ausgabe 8/2010

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