Gefüllt mit Italianità

Traditionell und trendig, intensiv und harmonisch – die Kreation von Rebecca Pigoni überzeugte am Buitoni Grande Concorso 2017 auf ganzer Linie. Die frischgekürte Pastakönigin hat ihrerseits mehr als nur den Sieg davongetragen
Veröffentlicht: 19.06.2017
Trotz dem stressigen Finalkochen findet Rebecca Pigoni Zeit zum Lachen und Posieren.

Rote Zwiebeln, mit Nelken gespickt und in einer Bratenreduktion geschmort, bis sie zerfallen. Das ist der Geschmack von Rebecca Pigonis Kindheit, eine Erinnerung an die Nonna aus Pistoia und eine der Hauptzutaten ihrer Siegerpasta am Buitoni Grande Concorso 2017: «Die Zwiebeln mussten rein, das war von Anfang an klar.» Feigen und zweierlei Pecorino, italienischer Schafskäse, kamen erst später in die Quadracci-Füllung. Das Rezept war Pigonis Ticket für eine dreitägige Reise in die Toskana, nach San Sepolcro, wo die Casa Buitoni steht. Der alte Buitoni-Familiensitz, das Herzstück der Marke, diente nicht nur als Austragungsort für das Halbfinale, sondern bildete auch einen idealen Ausgangspunkt für Ausflüge in die Bisteccheria und Weingüter rund um das malerische Städtchen.

Von den knapp 40 Teilnehmern schafften es gemeinsam mit Rebecca Pigoni fünf ins Halbfinale. Sie überzeugten nicht nur durch Geschmack und Kreativität, sondern auch wirtschaftlich, indem sie den maximalen Warenaufwand von 18 Franken pro Kilogramm nicht überschritten, und auf Krusten- und Muscheltiere sowie auf Luxusprodukte wie Gänseleber, Kaviar oder Trüffel verzichteten. Vor Ort mussten die Halbfinalisten Handmuster ihrer Kreation anfertigen. Buitoni-Chefentwickler und Jurymitglied Markus Zbinden überprüfte sie auf ihre Machbarkeit für die Grossproduktion und passte die Rezepturen entsprechend an.

Der gelernten Diätköchin Rebecca Pigoni ging es von Anfang an um mehr als ums Gewinnen: «Ich sehe Wettbewerbe als Chance, rauszukommen, Neues zu sehen und neue Leute kennenzulernen.» Die zusätzlichen Tage in derToskana nutzten die fünf Halbfinalisten dafür ausgiebig: Ein erstes Highlight erlebte Pigoni bei ihrer Ankunft in der Casa Buitoni: «Die gut abgeschmeckte Bruschetta mit Schweinefett zum Apéro hat mir am besten gefallen.» Aber auch das Rindstatar mit Olivenöl, Sardellenpüree, Stangensellerie Büffelmozzarella und wenig grobem Senf hat sie inspiriert. Es steht nun als Amouse-Bouche auf der Karte des Hotels Schönbühl in Hilterfingen nahe Thun, in dem die 28-Jährige seit Anfang Jahr Küchenchefin ist.

Das Finale des Buitoni Grande Concorso ging Ende April im Hotel Seedamm Plaza in Pfäffikon SZ über die Bühne. Dort zauberten die drei Finalisten mit den Quadracci und unter den wachsamen Augen der Jury in 30 Minuten ein feines Pastagericht. Von ihren Familien und Freunden wurden sie dabei moralisch und oft lautstark unterstützt. Rebecca Pigoni absolvierte die Aufgabe trotz Nervosität und den bohrenden Fragen des Moderators souverän. Ihre Quadracci servierte sie an Kalbsjus, Dörrfeigen, Orangenzeste, Baumnüssen und Rettichsprossen. Bald schon bildeten sich vor den Wärmebehältern lange Schlangen, die Finalisten mussten nachkochen.

Eine gute Ablenkung, denn die fünfköpfige Jury liess sich Zeit mit der Entscheidung; die Spannung im Saal war greifbar. Dann, nach knapp einer halben Stunde Verspätung, begann die Siegerehrung. «Es hät gfägt», sagte Rebecca Pigoni, die ihr Glück kaum fassen konnte, noch auf der Bühne. Ihre Pastakreation wird ab August 2017 für ein Jahr im Foodservice-Kanal erhältlich sein. Derweil sucht Buitoni be- reits nach dem Pastakönig oder der Pastakönigin 2018.

Buitoni
Froneri Switzerland S.A.
Blumenfeldstrasse 15
9403 Goldach
071 844 81 11
www.frisco-findus.ch

 

 

Die Finalisten vor der Casa Buitoni (v.l.n.r): Thomas Winkler, Rebecca Pigoni und Luca Spagnoli.
Die Siegerpasta 2017: Petersilienquadracci gefüllt mit roten Zwiebeln, Feigen und Pecorino serviert an Kalbsjus, Dörrfeigen, Orangenzeste, Baumnüssen und Rettich-Sprossen.

Halbfinale in der Casa Buitoni in Italien. 

Die Marke Buitoni hat ihren Ursprung in Italien, wo 1827 Giulia Buitoni begann, ihre beliebte Pasta nicht mehr nur für die Familie herzustellen. Bis heute werden neue Teige und Rezepturen in der Casa Buitoni im malerischen Ort Sansepolcro entwickelt. Das Entwicklungszentrum steht in regem Austausch mit Froneri Switzerland S.A., wo Buitoni-Produkte für den Schweizer Markt in Goldach hergestellt werden. Seit fünf Jahren wird der Kochwettbewerb Buitoni Grande Concorso durchgeführt. Die Siegerpasta geht in die Grossproduktion. Interessierte Köche mit abgeschlossener Berufslehre können ihr Rezept bis zum 31. Juli 2017 einsenden. Weitere Infos unter www.concorso-buitoni.ch

Finale im Hotel Seedamm Plaza in Pfäffikon:



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