Stolz stehen Tobias, Markus und Maurus Fischer im neuen Lager der Fischer Eier AG in Malters. Unter genau kalibrierten Bedingungen türmen sich hier neun Millionen Eier auf Paletten bis zur Decke hoch. Seit 2024 führen die drei Brüder die Firma als Inhaber in der vierten Generation. Insbesondere in den letzten 15 Jahren hat sich das von ihrem Urgrossvater Hans Fischer 1931 in einer Molkerei gegründete Unternehmen enorm entwickelt. «2012 zügelten wir nach Malters, seither haben wir die Produktion mehr als verzehnfacht», sagt Tobias Fischer, der nach einer Landwirtschaftslehre 2013 in den Betrieb eingestiegen ist.
Heute ist die Fischer Eier AG der zweitgrösste Eierverarbeiter des Landes. Neben Schaleneiern produzieren die rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch Eigelb, Eiweiss und Rührei. Dazu kommt der Handel mit Eipulver für die Gastronomie und für die Industrie. In der Schweiz legen 3,6 Millionen Hennen pro Jahr 1,2 Milliarden Eier. Das reicht allerdings bei Weitem nicht. Der aktuelle Pro-Kopf-Konsum liegt bei 209 Eiern, was einem nationalen Gesamtkonsum von 1,9 Milliarden Eiern entspricht. Allein in den letzten zwei Jahren stieg der Konsum um 4,7 respektive 5,8 Prozent.
Auf dem Hof Egg in Malters, nahe der Stadt Luzern, hält die Familie Fischer selber 11 000 Legehennen in Freilandhaltung. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit weiteren 25 Schweizer Produktionsbetrieben und mehreren Eierpackstellen zusammen. «Gerne würden wir mehr Schweizer Eier einkaufen, aber die hohen Auflagen der Behörden schrecken viele Bauern davon ab, ins Geschäft einzusteigen», sagt Tobias Fischer. Um Kundenbedürfnisse abzudecken, importiert die Fischer Eier AG jede Woche 300 000 Eier aus der Europäischen Union. «Diese Eier stammen von Freilandtieren aus streng zertifizierten Betrieben», so Tobias Fischer.